Bewegtes Leben

 

Aufgeregt geh’ ich durchs Leben,
spring’ vom Hier zum Allerlei.
Nichts kann mir die Ruhe geben,
die den Geist macht still und frei.

Täglich kommen neue Dinge,
ohne daß ich sie erfragt.
Wenn ich eins zuende bringe,
ist schon Neues angesagt.

So verstreichen Tage, Wochen, Jahre,
bis sich dann das Alter neigt.
Erst wenn ich den Schmerz erfahre,
sich mir Geistesruhe zeigt.

Wie kann man den Trieb aufhalten,
ewig suchend sich zu plagen?
Sollt’ man nicht durch’s Leben ziehen,
ohne allem nachzujagen?

© U.J.
Roseburg, 24. April 2005