Kreatives Schreiben

Resonanz - der Andere in mir ...
Resonanz - der Andere in mir ...

 

Kreatives Schreiben ist eine Methode der (geistigen und emotionalen) Selbstkontrolle und -entwicklung. Anders als bei wissenschaftlichen Texten werden bei Gedichten, Geschichten, Essays und Aphorismen Objekte oder Ideen subjektiv betrachtet.

 

Gedichte und Aphorismen sind für mich Ausdrucksmittel für kondensierte Gefühls- und Bewußtseinsprozesse. Notate spiegeln als "Blitzlichter eines Augenblicks" besondere Momente oder Situationen wider. Sie dienen zudem zur Entfaltung von Ideen und Inspirationen oder manchmal einfach nur zur Mitteilung von subtilen Beobachtungen und Erfahrungen. Indem diese möglichst „auf den Punkt gebracht“ werden müssen, bewirkt das Schreiben eine geistige Präzisierung von Unklarem, Unscharfem oder von nicht auf den ersten Blick Sichtbarem. Das Prozesshafte zeigt sich darin, dass sie nachträglich - auch mehrfach - verändert wurden oder ergänzt werden.

 

Beim Verfassen meiner Gedichte stand meist ein Inhalt im Vordergrund, nicht die klassischen Formen (Nicht ganz Ernstes, Von der Liebe, Höhen und Tiefen, Gefühlstropfen an Gedankensplittern, Weibliche Schatten).

 

Aphorismen enthalten Einsichten (Lichtblicke), die zu kurzen Sinnsprüchen verdichtet wurden. Hier handelt es sich sozusagen um subjektive Verallgemeinerungen. 

 

Das oben Gesagte gilt weniger für die Geschichten und Essays, die ausführlicher beschreiben, was der Autor gesehen hat oder meint. Im besten Fall geleiten sie den Leser zu einer vielleicht überraschenden Erkenntnis oder Erfahrung.

 

Ein Extremfall des kreativen Schreibens stellt für mich die Satire dar, die mir persönlich sowohl als Autor (siehe z.B. hier) wie auch als Leser empfehlenswerter Internetseiten hilft, mit den Absurditäten des Alltags und den Perversionen der Wachstumsideologie fertig zu werden.